In den letzten 2 1/2 Wochen sind zwei gute Bekannte von mir gestorben. Der eine war 61 Jahre alt und hatte vor ein paar Jahren ein Gemeindeprojekt in Meck-Pom begonnen. Der andere war Musiker und Missionar in Österreich - er war gerade 31! Mit beiden habe ich vor 2 Jahren auf zwei Teenager Gebetskongressen zusammen gearbeitet. Beide haben mich sehr geprägt. Was für ein Schock, als ich kurz nacheinander vom Tod dieser beiden wertvollen Menschen erfahren habe.

Auf einer der beiden Beerdigungen konnte ich dabei sein. Am Grab eines Menschen wird einem wieder bewusst, wie real das Leben ist und wie genauso real der Tod. Auch wenn wir den Tod in unserer Gesellschaft immer mehr an die Seite gedrängt haben - kein Mensch wird an ihm vorbei kommen.

Mich hat der Tod dieser beiden Menschen wieder neu darüber ins Nachdenken gebracht, was ich zur Zeit eigentlich tue: Ich versuche gerade Kirche Jesu neu zu erfinden und zu überlegen, wie christliche Gemeinde aussehen müsste, damit sie von meiner Generation verstanden wird. Dabei haben mir schon einige Leute gesagt: “Klaus, man merkt, dass die neue Gemeinde DEIN BABY ist!”

Das hört sich so an, als wenn ich das projekt_X gründe, um mir einen lang geträumten Wunsch zu erfüllen. Als wenn ich als Pastor mal das tun könnte, was mir wirklich Spaß macht. Als wenn es mir darum ginge ein bisschen HIP, neu zu erfinden, was in Laufe der Geschichte veraltet ist. Bisschen Tralala für Menschen, die eben mit dem alten Style nicht zurecht kommen. Kirche so verändern, dass auch neue Generationen ein bisschen wohlfühlig den Glauben in ihr Leben einbauen können - damit sie neben alle den anderen Dingen auch noch eine Prise Glauben haben.

Aber alles das ist es nicht, warum ich das tue was ich tue. Ich gründe Gemeinde Jesu, weil das Leben todernst ist und weil es um die Frage geht, wo sich meine Generation - wie alle Generationen - nach dem Tod wieder finden wird. Die Frage ist, wie Menschen aus meiner und den nachfolgenden Generationen den real existierenden Jesus kennen lernen können, damit sie schon jetzt und auch nach dem Tod für immer mit Gott leben können.

Nein es geht nicht darum, dass meine Generation ein bisschen religiöse Lebenshilfe in ihrem Lifestyle bekommt. Es geht um Leben und Tod - und deswegen suche ich neue Wege, den Glauben zu vermitteln. Wenn das Leben nicht so todernst wäre, würde ich bestimmt anderes tun…